Protons Leitfaden zur Privatsphäre von KI: Was jeder wissen sollte
Von der Überwachung bis zum Sammeln von Daten: Die Nutzung von KI wirft einige der wichtigsten Fragen zur Privatsphäre unserer Zeit auf. Hier erfährst du, was wirklich mit deinen Daten passiert – und was du dagegen tun kannst.
Warum KI und Privatsphäre in dasselbe Gespräch gehören
Die meisten KI-Tools basieren auf einem Tauschhandel: Du erhältst die benötigte Hilfe, sie erhalten deine Daten. Deine Chats, Dateien und Fotos werden verwendet, um Modelle zu trainieren, Profile zu erstellen und gezielte Werbung einzublenden, und in einigen Fällen werden sie sogar an Regierungen weitergegeben – oft ohne dein Wissen, geschweige denn deine direkte Zustimmung.
Standardeinstellungen sind darauf ausgelegt, die Datenerfassung zu maximieren, und das Tempo der KI-Einführung hat das Verständnis der meisten Menschen dafür, was eigentlich unter der Haube passiert, überholt. Diese Seite bietet Leitfäden, Erklärungen und tiefere Einblicke zum Thema Privatsphäre und Sicherheit bei KI, damit du stets bestens informiert bist und die Kontrolle über deine Daten behältst.

Die Risiken von KI
Privatsphäre, Daten und Überwachung bei KI
Wenn du ein KI-Tool verwendest, finanzieren deine Worte und Dateien direkt das Unternehmen. Das geschieht durch Modelltraining, gezielte Werbung oder den direkten Verkauf an Dritte. Aber die Überwachung hört hier nicht auf. KI wird auch von Regierungen und Unternehmen eingesetzt, um Menschen im großen Stil zu verfolgen, Profile zu erstellen und Geld aus ihnen zu machen – und vieles davon versteckt sich direkt vor unseren Augen.
Ethik der KI
KI wirft schwierige Fragen auf: zur Transparenz bei der Erstellung und dem Training von Modellen, zum Ersatz menschlicher Arbeitskraft, zu Engagement-orientiertem Design, das Profit über Menschen stellt, und zur Konzentration von Macht in den Händen weniger Großkonzerne. Diese Probleme prägen die Technologie, mit der wir alle leben.
Bedenken bezüglich Identität und Urheberschaft
KI wird verwendet, um Gesichter, Stimmen und Identitäten für Betrugsversuche, Phishing, Catfishing und politische Manipulation zu replizieren. Gleichzeitig werden Gesichtserkennungssysteme sowie Bild- und Videogeneratoren mit Fotos und Kunstwerken trainiert, die ohne Zustimmung online gesammelt wurden. Die Auswirkungen auf die persönliche Privatsphäre sind schwerwiegend und zeichnen sich erst allmählich ab.
KI in Alltagsgeräten
Die meisten Unterhaltungen über KI-Privatsphäre drehen sich um Chatbots. Aber selbst, wenn du dich noch nie bei einer KI-Plattform registriert hast, fütterst du wahrscheinlich bereits eine mit deinen Daten. Einige der datenhungrigsten KI-Anwendungen sind nicht die, nach denen du aktiv suchst – sie sind mittlerweile fest in die Geräte und Tools integriert, die du und deine Liebsten täglich nutzen.
Bedenken hinsichtlich KI-Privatsphäre und -Sicherheit für Unternehmen
Unternehmen integrieren KI schneller, als sie die Risiken abschätzen. Wenn du einen KI-Assistenten zu deinem Arbeitsablauf hinzufügst, bedeutet das oft das Hinzufügen einer neuen Datenpipeline – eine, die deine geschützten Daten gefährden und im Widerspruch zu Sicherheitsrichtlinien, Verträgen und Datenschutzgesetzen stehen kann. Das solltest du wissen, bevor du KI-Tools in deiner Organisation einführst.

Wichtige KI-Plattformen
Die gängigen KI-Assistenten sind nicht nur Tools. Sie sind Datenunternehmen. Das musst du über die am häufigsten genutzten KI-Plattformen auf dem Markt wissen.
OpenAI ChatGPT
Als der weltweit am häufigsten genutzte KI-Assistent sieht sich ChatGPT von OpenAI in Europa und Nordamerika einer behördlichen Prüfung gegenüber, wie es mit personenbezogenen Daten umgeht, den Unterhaltungsverlauf speichert und auf Löschanfragen reagiert.
Google Gemini
Gemini ist tief eingebettet in die Suche, Gmail, Docs, Android und Chrome und ermöglicht Google einen KI-unterstützten Zugriff auf einen größeren Teil deines digitalen Lebens als fast jede andere Plattform. Dies wirft erhebliche Fragen darüber auf, wie diese Daten in Googles Kerngeschäft mit Werbung integriert werden.
Microsoft Copilot
Copilot ist bereits bei der Auslieferung direkt in Windows, Office und Teams integriert, was es zu einem der am weitesten verbreiteten KI-Tools in Arbeitsumgebungen macht. Die enge Integration in Microsoft 365 hat die Datenaufbewahrung, die Compliance in Unternehmen und die umstrittene Windows-Recall-Funktion unter die Lupe genommen.
Meta AI
Meta AI ist in WhatsApp, Messenger, Instagram und Facebook eingeflochten, wo es neben einem der weltweit größten Netzwerke für Werbedaten operiert. Meta hat bestätigt, dass Unterhaltungen mit seinem KI-Assistenten für das Werbe-Targeting genutzt werden können.
Anthropic Claude
Claude hat sich als bevorzugte KI unter Entwicklern und Unternehmensteams etabliert, was zum Teil an Anthropics erklärtem Engagement für KI-Sicherheit liegt. Allerdings nutzt das Unternehmen standardmäßig weiterhin Daten von seinen kostenlosen und zahlenden Benutzern für das Training von KI-Modellen.
Apple Siri & Apple Intelligence
Apple hat seine KI-Funktionen auf der direkten Verarbeitung auf dem Gerät und seiner allgemeinen Positionierung als Marke, bei der die Privatsphäre an erster Stelle steht, aufgebaut. Die entscheidende Frage ist, wie diese Zusagen im Zuge der Expansion von Apple Intelligence eingehalten werden – und wie viele Daten bei komplexeren Aufgaben immer noch das Gerät verlassen.
DeepSeek
Das chinesische KI-Labor hinter DeepSeek erregte weltweite Aufmerksamkeit, nachdem seine Modelle zu einem Bruchteil der Kosten mit den führenden US-Konkurrenten konkurrierten. Auf diesen rasanten Aufstieg folgten schnell Verbote in mehreren Ländern und ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Daten-Routings zu chinesischen Servern sowie potenzieller staatlicher Zugriffspflichten nach chinesischem Recht.
Grok
Grok ist der KI-Assistent von xAI, der von Elon Musk entwickelt wurde und direkt in X (ehemals Twitter) integriert ist. Die Änderung der Datenschutzerklärung von X im Jahr 2024 – mit der die Weitergabe von Daten an Dritte ausgeweitet wurde – und Groks standardmäßige Nutzung öffentlicher Posts für das Modelltraining führten zu Untersuchungen durch Regulierungsbehörden in Irland und Großbritannien.
Perplexity
Perplexity präsentiert sich als datenschutzbewusste Alternative zur Google-Suche, nutzt jedoch in den kostenlosen und Standard-Pro-Tarifen deine Daten standardmäßig für das Modelltraining und verfolgt die Benutzeraktivität über Cookies und Geräte-Fingerprinting, selbst ohne Konto.
Mistral
Das in Frankreich ansässige Unternehmen Mistral vermarktet sich als die europäische Alternative zu den US-amerikanischen KI-Giganten, die die Privatsphäre respektiert. Allerdings ist bei Benutzern des kostenlosen Tarifs und der Standard-API die Nutzung von Trainingsdaten standardmäßig aktiviert – ein vollständiger Datenschutz erfordert ein kostenpflichtiges Enterprise-Abonnement.
Häufig gestellte Fragen zu KI und Privatsphäre
- Speichert KI meine Unterhaltungen?
- Können KI-Unternehmen meine Daten an Regierungen weitergeben?
- Was macht die KI mit meinen Daten, nachdem ich sie eingegeben habe?
- Ist es sicher, KI für die Arbeit zu nutzen?
- Kann ich verhindern, dass KI meine Daten zum Trainieren ihrer Modelle verwendet?
- Gibt es einen privaten KI-Assistenten, der meine Daten nicht sammelt?
Wähle einen KI-Assistenten, der keine Kompromisse in Sachen Privatsphäre eingeht
Die meisten KI-Assistenten erfassen alle deine Eingaben, speichern sie und nutzen sie, um ihre Modelle zu verbessern oder ein Profil über dich zu erstellen. Lumo ist anders.
Jede Unterhaltung in Lumo ist vertraulich, sodass niemand, nicht einmal Proton, auf deine Dateien und Chats zugreifen kann. Daten werden niemals an Dritte weitergegeben, niemals zum Trainieren von KI-Modellen verwendet und niemals genutzt, um dich mit personalisierter Werbung anzusprechen.
Du erhältst alle Vorteile eines KI-Assistenten – ohne die Risiken für deine Privatsphäre, und deine Daten bleiben voll und ganz in deinem Besitz. So, wie es sein sollte.


